Eine außergewöhnliche Kristallvase der belgischen Manufaktur „Val Saint Lambert“, die etwa in den 1940er Jahren, in der Blütezeit des Art déco, hergestellt wurde. Die Manufaktur „Val Saint Lambert“ wurde 1826 gegründet und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Namen der belgischen Kristallindustrie, bekannt für die besonders hohe Qualität des Materials und die meisterhafte Kristallverarbeitung.
Diese Vase zeichnet sich durch ein geometrisches, tief geschnittenes Dekor aus, das für die Ästhetik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts charakteristisch ist. Die vertikalen Kanten gehen in rhythmisch angeordnete Rauten- und Spitzornamente über, wodurch die Oberfläche das Licht besonders schön bricht. Bei wechselnder Beleuchtung erwacht das Kristall förmlich zum Leben – es entstehen unterschiedliche Lichtreflexe, Tiefe und optische Effekte.
Um die 1930er Jahre spiegelte sich in den Entwürfen von „Val Saint Lambert“ deutlich die Vorliebe der Art-Déco-Epoche für klare geometrische Linien, Symmetrie und luxuriöse, aber disziplinierte Formen wider. Genau aus diesem Grund werden die Werke dieser Epoche heute nicht nur als dekorative Kristallobjekte geschätzt, sondern auch als Teil der Geschichte des europäischen Designs des 20. Jahrhunderts. „Val Saint Lambert“ wurde besonders durch seine Werke aus der Art-Nouveau- und Art-Déco-Zeit berühmt, die bei Sammlern sehr beliebt sind.
Die Form der Vase ist recht monumental, wirkt aber dank des klaren Kristalls optisch leicht und elegant. Sie würde sowohl mit Blumen gefüllt als auch völlig leer – als eigenständiges Kunstobjekt in der Inneneinrichtung – wunderschön aussehen. Das erhaltene Originaletikett von „Val Saint Lambert“ unterstreicht die Authentizität und den Sammlerwert des Objekts noch zusätzlich.
Es handelt sich nicht einfach nur um eine Vase, sondern um ein fast ein Jahrhundert altes Beispiel belgischer Kristallkunst – eine subtile Kombination aus Luxus, Geometrie und Lichtspiel der Art-Déco-Epoche.
Hergestellt in Belgien, um 1930.
Höhe: 17,5 cm. Breite: ca. 13,5 cm.